Wirkung

Scort setzt sich weltweit dafür ein, das Wohlbefinden von Kindern und jungen Menschen nachhaltig zu stärken.

Um sicherzustellen, dass unsere Arbeit zu wirksamen und messbaren Veränderungen führt, stellen wir Monitoring, Evaluation und Lernen (MEL) in den Mittelpunkt all unserer Aktivitäten. Gemeinsam mit lokalen Partnern analysieren wir Bedarfe und definieren klare Ziele, bevor ein Projekt startet. Während der Umsetzung lernen wir fortlaufend, was wirkt, und stärken durch diese Erkenntnisse sowohl aktuelle als auch zukünftige Projekte.

 


WAS WIR BEWIRKEN

Die folgenden Ergebnisse zeigen, welche Veränderungen durch kürzlich abgeschlossene Projekte erreicht wurden. Weitere Informationen gibt es in den Evaluationsberichten.

 

 

der Young Coaches fühlen sich sicherer darin, Risiken im Bereich Kinderschutz zu erkennen
(Uganda, 2025)

 

 

der Young Coaches haben Peer Young Coaches ausgebildet, um Sportaktivitäten zu unterstützen oder selber anzuleiten
(Ukraine Response, 2023)

 

 

der Young Coaches konnten ihre Fähigkeit stärken, Lernspiele durch Sport zu vermitteln
(Ecuador, 2024/25)

 

 

der Young Coaches haben mehr Selbstvertrauen in ihreR Rolle als Trainer:innen gewonnen
(Tandem Young Coach Education, 2025)


Erfahrungsberichte

Folgende Interviewauszüge bieten Einblick in unserer Aktivitäten und deren Wirkung auf Einzelpersonen, Gemeinschaften sowie Organisationen weltweit:

 

 

 

„Die Kinder profitieren sehr davon, dass ich nicht nur Fussball unterrichte. Ich unterrichte nicht nur Sport, sondern präge die Kinder. Ich möchte, dass sich Kinder gut benehmen. Ich will, dass Kinder ein Vorbild für andere sind… Wie können sie also ein Vorbild sein? Ich spreche mit den Kindern, ich zeige ihnen gute Beispiele…“

Clara, Young Coach, Tansania

 

 

„Für unsere Organisation sind die Young Coaches sehr wichtig, denn sie haben uns unterstützt, vor allem im Kinderschutz. Sie organisieren immer Festivals und die Kinder mögen das sehr. Sie bieten uns eine gute Gelegenheit, einige Themen wie Kinderschutz, Prävention oder der Bedeutung des Schulbesuchs zu vermitteln…“

Theodore, Schutzkoordinator, Plan International Ruanda

 

 

„Ich fühle mich sicherer beim Fussball als ausserhalb des Platzes. Denn wenn ich nicht auf dem Platz bin, passieren viele Dinge. Zum Beispiel Kämpfe und Konflikte… Wenn ich hier bin, fühle ich mich sicher, ich bin glücklich und geniesse die Zeit mit meinem Team und meinen Trainern, weil ich hier viel lerne.“

17-jährige Jugendliche, Ruanda

 

 

„…Hier nutzen wir den Fussball als Instrument, um Soft Skills wie Kommunikation, Teamwork und Kooperation zu vermitteln. Denn Sport schafft eine familiäre und gemeinschaftliche Atmosphäre. Die verschiedenen Workshops beinhalten auch psychologische Aspekte und gehen auf die spezifischen Bedürfnisse unserer Nachwuchstrainer aus den verschiedenen Herkunftsländern ein.“

Leigh, Instruktor FK Austria Wien

 

 

„Der Austausch mit den anderen Tandempartner:innen ist sehr wertvoll. Auch das Lernen mit und von den Young Coaches hilft uns, die ganze Sache aus einer anderen Sicht zu sehen. Der Austausch mit den Instruktor:innen ist zudem sehr hilfreich, denn sie haben jahrelange Erfahrung, von der wir profitieren können.“

Gökhan, Tandempartner DFB Stiftung Sepp Herberger / DFL Stiftung

 

Während der Young Coach-Ausbildung habe ich viel gelernt und möchte Sport für alle zugänglich und inklusiv machen. Obwohl ich früher Angst vor der Arbeit mit Kindern mit Behinderungen hatte, habe ich mich durch die positiven Erfahrungen während des Festivals wohler gefühlt. Jetzt möchte ich den Fussball wirklich für alle zugänglich machen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Fähigkeiten. Es wird eine Herausforderung sein, aber ich werde mein Bestes geben.“

Katarzyna, Young Coach, Ukraine Response Projekt

 

„Ich habe Veränderungen bei mir selbst, aber auch bei den Kindern festgestellt. In der Art und Weise, wie sie die Trainingseinheiten verstehen und in ihrer Einstellung dazu… sie lernen durch den Sport Alltagskompetenzen. Diese Veränderungen sind also bemerkenswert. Und ich selbst stelle fest, dass ich mich durch die Interaktion mit anderen Trainern wohler fühle und ein besserer Mensch geworden bin. Ich sehe also, dass sich alles verändert hat, seit ich diesen Kurs begonnen habe.“

Vanessa, Young Coach, Kolumbien

 

„Das Wichtigste, was ich (von meinem Young Coach) gelernt habe, ist, Sport als Leidenschaft zu betreiben und dies auf die beste Art und Weise zu tun, eine Botschaft nicht nur in einem sportlichen Umfeld zu vermitteln, sondern den Sport Hand in Hand mit Prinzipien und Werten zu betreiben, die dazu beitragen, dass Kinder und alle Menschen, die ihn ausüben, in einem gesunden Umfeld aufwachsen.“

Alejandro, Peer Young Coach, Kolumbien


Unser Beitrag zu den Sustainable development Goals

Unsere Arbeit setzt auf die positive Wirkungskraft des Sports, um weltweit Fortschritte bei sechs Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erreichen:

Wir tragen zum SDG 3 bei, indem wir Coaching- und Leadership Ausbildungen anbieten, die den Zugang zu Sport und spielerischen Aktivitäten aktiv fördern. Dies hat nicht nur positive Auswirkungen auf das Wohlergehen der ausgebildeten Young Coaches, sondern auch auf Tausende von Kindern und Jugendlichen, die an ihren Sportprogrammen teilnehmen.

Bisher haben über 130’000 Kinder durch die Aktivitäten unserer Young Coaches die Möglichkeit gehabt, gemeinsam zu spielen, zu lernen und miteinander zu interagieren.

Untersuchungen aus den Jahren 2018-2020 haben ergeben, dass Kinder und Jugendliche in vielfältiger Weise von der Teilnahme an von Young Coaches geleiteten sportlichen und spielerischen Aktivitäten profitieren. Die Vorteile lassen sich in drei Kernbereiche unterteilen, die sich allesamt positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder auswirken; darunter individueller Nutzen (z. B. kognitiv, emotional, körperlich); Beziehungsnutzen (z. B. soziale Fähigkeiten, Kooperation, Integration, Spiel); und institutioneller Nutzen (z. B. Disziplin, Normen und Werte, Identität des Einzelnen/der Gruppe, Kommunikationsfähigkeit und Risikovermeidung).

Wir leisten einen Beitrag zum SDG 4, indem wir in die Qualität der Ausbildung junger Frauen und Männer in Krisen- und Entwicklungsregionen investieren. Durch die Verbindung von Fussballtraining mit der Vermittlung von Lebens- und Sozialkompetenzen erhalten unsere Young Coaches das nötige Fachwissen, um das Verhalten und die Lebensentscheidungen von Kindern positiv zu beeinflussen und Frieden und Gewaltfreiheit in ihren Gemeinden fördern.

Seit 2007 haben 1,044 junge Erwachsene an 22 Projektstandorten auf der ganzen Welt direkt von unseren Bildungsprogrammen profitiert.

Wir leisten einen Beitrag zum SDG 5, indem wir junge Frauen aktiv dazu befähigen, gesellschaftliche Verantwortung in ihrem Umfeld zu übernehmen. Unsere weiblichen Young Coaches stellen nicht nur Geschlechterstereotypen in Frage, sondern sind auch Mentorinnen und Vorbilder für Kinder in ihrem Umfeld. Frühere Projektdaten haben gezeigt, dass Trainerinnen wichtig sind, um den Zugang zum Sport für Mädchen zu verbessern.

Seit 2007 haben wir 328 weibliche Young Coaches ausgebildet, die sichere und integrative Aktivitäten für Kinder und Jugendliche anbieten. Der Frauenanteil unter den ausgebildeten Young Coaches beträgt 31%.

Dennoch sind wir uns bewusst, dass noch mehr getan werden muss, um die Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen. Daher sind seit 2019 48% der Young Coaches, die im Rahmen unserer Young Coach-Ausbildung geschult werden, weiblich.

Wir leisten einen Beitrag zu SDG 10, indem wir die Chancen von Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Gruppen (z.B. Kinder mit Behinderungen, Flüchtlingskinder) verbessern. Durch die Möglichkeiten an Sportaktivitäten teilzunehmen, werden Barrieren abgebaut, Diskriminierung verringert und die soziale Eingliederung erleichtert – und so dazu beigetragen, Wahrnehmungen zu verändern und Stereotype zu widerlegen.

So steht beispielsweise die Schaffung von Sportmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen seit 2007 im Mittelpunkt der Arbeit von Scort. Um den Zugang zum Fussball für Menschen mit Behinderung zu verbessern, haben wir die Notwendigkeit erkannt, Trainer:innen auszubilden – sowohl mit als auch ohne Behinderung. Seit 2007 haben wir 272 junge Menschen (davon 50 % mit einer Behinderung) zu Trainer:innen im Fussball für Menschen mit Behinderung ausgebildet.

Wir leisten einen Beitrag zum SDG 16, indem wir Sport als Instrument zur Förderung von Frieden und sozialem Zusammenhalt in Gemeinschaften auf der ganzen Welt einsetzen.

Durch unsere ganzheitlichen Projekte, bei denen Fussball mit der Vermittlung von Lebens- und Sozialkompetenzen kombiniert wird, verfügen Young Coaches über das nötige Fachwissen, um Kindern und Jugendlichen in von Konflikten und Krisen betroffenen Ländern sichere und integrative Aktivitäten zu bieten.

So zeigen unsere Projektdaten beispielsweise, dass im Kontext von Vertreibung die Sportprogramme unserer Young Coaches häufig Kinder und Jugendliche aus der Flüchtlings- und der Aufnahmegemeinschaft zusammenbringen und so Möglichkeiten für positive Interaktionen schaffen, die den sozialen Zusammenhalt fördern.

Darüber hinaus lernen die Young Coaches je nach Projektkontext lokal relevante Themen im Zusammenhang mit der Friedensförderung in ihren Gemeinschaften, z.B. den Umgang mit Konflikten innerhalb oder ausserhalb ihres Trainings, das Erkennen und Verhindern von Menschenhandel, sowie von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt, und vieles mehr.

Wir tragen auf mehreren Ebenen zu SDG 17 bei. Erstens steht die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern im Mittelpunkt unseres Handelns. Im Jahr 2007 rief Scort die Football Club Social Alliance ins Leben, um Fussballclubs die Möglichkeit zu geben, sich nachhaltig in internationalen Entwicklungsprojekten zu engagieren. Mehr als 15 Jahre später haben wir erfolgreich über 300 Partner aus der Welt des Fussballs und aus der Entwicklungszusammenarbeit zusammengebracht, um Projekte in über 22 Ländern auf der ganzen Welt umzusetzen.

Als Mitbegründer der Sport for Refugees Coalition haben wir dazu beigetragen, mehr als 140 Organisationen (u. a. Mitgliedsstaaten, Internationale Verbände, Nationale Olympische Komitees, NRO und Organisationen des Privatsektors) zusammenzubringen, die sich verpflichten, die Lebensbedingungen von Menschen, die von Vertreibung betroffen sind, zwischen 2024 und 2027 zu verbessern.

Darüber hinaus haben wir in Zusammenarbeit mit der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) einen Leitfaden mit wichtigen Empfehlungen entwickelt, um Organisationen und Einzelpersonen bei der Förderung sicherer Online-Räume für Kinder im und durch Sport zu unterstützen. Wir arbeiten weiterhin mit der ITU zusammen, um Ressourcen zu entwickeln und uns für die Sicherheit von Kindern im Internet einzusetzen.

Schon gewusst?

Videos und Zeichnungen können wertvolle Einblicke in den Nutzen sportlicher Aktivitäten für Kinder liefern.

Hier finden Sie einen von uns mitverfassten Artikel dazu.