Angelica lebt in einem benachteiligten Viertel in Guayaquil, das mit vielen Herausforderungen wie mangelnder Grundversorgung, Drogen und einer hohen Kriminalitätsrate zu kämpfen hat. Ihre Leidenschaft für den Fussball begann, als sie anfing, ihre Tochter zu den Trainingseinheiten zu begleiten. Nach und nach begeisterte sie sich für diesen Sport. Heute arbeitet sie ehrenamtlich für die Stiftung El Legado. Sie fühlt sich selbst gestärkt, während sie Kinder aus ihrer Gemeinschaft trainiert und sichere Räume auf dem Spielfeld schafft.
MeineGeschichteAngelica
Meine Geschichte
Ich heisse Angelica, bin 41 Jahre alt und lebe in La Carolina, einem benachteiligten Viertel in Guayaquil, das mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Meine Reise mit dem Fussball begann, als ich meine Tochter zum Frauentraining brachte. Zuerst war ich nicht besonders begeistert, sondern begleitete sie einfach. Doch nach und nach engagierte ich mich dafür und verliebte mich in diese wunderbare Welt des Fussballs.
Seit zwei Jahren arbeite ich ehrenamtlich für die Stiftung El Legado an Projekten für Mädchen und Jungen in meiner Gemeinschaft. In der Nähe meines Hauses, am Fusse eines Hügels, gibt es einen kleinen Fussballplatz, auf dem meine Tochter, meine Nichte und ich jeden Tag ein Training geben. Dank der Unterstützung anderer Stiftungen haben wir jetzt etwas Ausrüstung. Wir werden nicht bezahlt, aber wir tun es mit Liebe und Leidenschaft. Die Kinder fühlen sich auf diesem Platz sicher. Er ist wie ein Zufluchtsort für sie vor der Gewalt, den Banden und dem Mangel an grundlegenden Dienstleistungen im Viertel. Manchmal fragen sie mich: „Profe, können wir länger bleiben?“, weil sie am liebsten den ganzen Tag dort verbringen möchten.
Dann wurde ich eingeladen, an der Young Coach-Ausbildung von Scort teilzunehmen. Zuerst wusste ich nicht, was mich erwartet, denn ich war noch nie zuvor geflogen! Aber ich sagte mir: „Ja, das ist mein Moment, und ich will ihn geniessen.“ Im November reiste ich zum ersten Ausbildungsmodul. Ich war sehr nervös aber auch aufgeregt, die anderen Trainerinnen und Trainer kennenzulernen. Die Ausbildung hat mir viele wertvolle Dinge beigebracht: beispielsweise wie man mit Kindern arbeitet und wie man Fussball als Lernmittel einsetzt und wie man schwierige Themen wie Drogen und Gewalt spielerisch anspricht. Diese Erfahrungen gebe ich jetzt an meine Gemeinschaft weiter.
Fussball hat mein Leben verändert. Früher war ich nur Angelica, eine Hausfrau, aber jetzt bin ich Coach Angelica. Die Leute kennen mich unter diesem Namen, und das erfüllt mich mit Stolz. Ich habe keinen Berufsabschluss, aber ich arbeite hart und mit viel Herz. Der Fussball hat mir Selbstvertrauen und Stärke gegeben, und ich möchte auch anderen helfen, ihr Leben zu verändern. Wenn ich nur das Leben eines einzigen Kindes verbessern kann, ist das für mich ein grosser Erfolg.
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