Meine
Geschichte
Miriam

Nachdem Miriam vor dem Krieg in der Demokratischen Republik Kongo geflohen ist, lebt sie heute in der Flüchtlingssiedlung Imvepi in Uganda, wo sie sich unter schwierigen Bedingungen um 12 Kinder kümmert. Durch die Young Coach-Ausbildung gewann sie neues Selbstvertrauen, wurde zu einer wichtigen Bezugsperson für Kinder in ihrer Gemeinschaft und fördert heute Zusammenhalt und friedliches Zusammenleben zwischen Kindern unterschiedlicher Hintergründe.

 

Meine Geschichte

Mein Name ist Miriam, und ich lebe in der Flüchtlingssiedlung Imvepi in Uganda. Ich bin in der Demokratischen Republik Kongo aufgewachsen, musste jedoch aufgrund des brutalen Krieges das Land verlassen, bei dem ich sowohl meine Eltern als auch meinen Ehemann verloren habe. Ich kam im Jahr 2020 hierher mit meinen zwei Kindern sowie den Kindern meines Bruders, die ich seither allein grossziehen muss.

Wir kämpfen hier mit vielen Herausforderungen. Neben meiner eigenen Familie kümmere ich mich auch um mehrere Waisenkinder, sodass insgesamt 12 Menschen von mir abhängig sind. Das macht es sehr schwierig, ohne externe Hilfe zu überleben, besonders da wir aufgrund des unfruchtbaren Bodens grosse Schwierigkeiten in der Landwirtschaft haben.

Die Young Coach-Ausbildung hat mein Leben wirklich verändert. Ich konnte all meinen Stress loslassen und mich vollständig auf die Ausbildung konzentrieren. Ich habe viel Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl gewonnen. Nach langer Zeit konnte ich endlich wieder Freude verspüren!

Die Ausbildung hat auch das Vertrauen innerhalb der Gemeinschaft gestärkt. Die Menschen vertrauen mir nun, ihre Kinder zu betreuen und Sportaktivitäten mit ihnen durchzuführen. Ich trainiere aktuell 146 Kinder, darunter auch Kinder mit Behinderung. Für mich ist es wichtig, ein Vorbild und ein gutes Beispiel für sie zu sein. Die Kinder vertrauen mir, was besonders für junge Mädchen wichtig ist. Denn Mädchen in unseren Gemeinschaften leiden stärker. Sie haben nicht die gleichen Chancen wie Jungen und sind einem höheren Risiko ausgesetzt, missbraucht zu werden. Sport schafft einen Raum, in dem sie sich öffnen können. Wenn sie ein Problem haben, können sie zu mir kommen und ich kann ihnen psychosoziale Unterstützung geben, so wie ich es in der Young Coach-Ausbildung gelernt habe.

Die Young Coach-Ausbildung hat auch Freundschaften und ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen aus verschiedenen Stammeszugehörigkeiten gefördert. Im Kongo führen Stammesunterschiede oft zu Misstrauen, Konflikten und Gewalt. Hier in der Flüchtlingssiedlung lernen wir jedoch, friedlich zusammenzuleben und zu arbeiten, was die Einheit und den gegenseitigen Respekt stärkt. Ich möchte das Wissen nicht nur in meinem eigenen Umfeld teilen, sondern es zusammen mit Leuten vor Ort auch in die Nachbarsregionen bringen. Zum Beispiel stammt der Peer Young Coach, den ich ausbilde, aus einem anderen Stamm als ich. Das zeigt den Kindern, dass Zusammenarbeit über Stammesgrenzen hinweg möglich ist und hilft ihnen, sich sicher und einbezogen zu fühlen.

Quick Facts
  • Young Coach-Ausbildung Uganda 2025
  • Kongolesin
  • 3 Peer Young Coaches
  • >100 Profitierende Kinder