Unsere
Geschichte
Balz
&
Melanie

Das Trainer-Tandem Balz und Melanie hat sich beim FC Basel 1893 DreamTeam kennengelernt, wofür Balz extra aus Zürich nach Basel gezogen ist. Es ist ihnen wichtig, auf alle Individuen spezifisch einzugehen und ihre Trainings humorvoll und ansprechend zu gestalten. Zu sehen, wie Kinder und Erwachsene mit Behinderung aufblühen, sobald ein Ball in der Nähe ist, macht Inklusionsfussball für sie zu etwas Besonderem.

unsere geschichte

Balz (Young Coach): Ich bin Balz vom FC Basel 1893 DreamTeam, bei dem ich aktiv als Young Coach bin und selbst bei «Team Blau» mitspiele. Melanie und ich haben uns vor zwei Jahren kennengelernt, als ich zum DreamTeam gekommen bin. Damals hat Melanies Sohn auch bei Team Blau gespielt, wir waren also in der gleichen Gruppe. Zuvor spielte ich für den FC Plusport Zürisee, da ich selbst eine Behinderung habe.

Melanie (Tandem Partner): Ich bin Melanie und bin ebenfalls Trainerin beim FC Basel 1893 DreamTeam. Bei «Team Gelb» trainieren Balz und ich einmal in der Woche zusammen eine Gruppe von ca. 20 Kindern und Erwachsenen mit Behinderunegn. Er macht jedoch das ganze Training praktisch selbst, inklusive Planung und Durchführung. Wenn er meine Hilfe braucht, unterstütze ich ihn natürlich.

Wir waren im Jahr 2024 beide beim Special Youth Camp, ich als Trainerin und Balz als Teilnehmer. Während des Camps schlug uns Brigitta vom FC Basel 1893 vor, zusammen als Tandem bei der Tandem Young Coach-Ausbildung mitzumachen. Da sagte ich sofort «ja».

Balz: Vor der Ausbildung habe ich vereinzelt jüngere Spieler trainiert, und habe dabei gemerkt, dass ich etwas unsicher war, was ich machen soll, oder auch welche Übungen ich benutzen könnte. Durch die Ausbildung habe ich gelernt, wie man ein Training einteilt in Aufwärmen, Hauptteil und Schluss. Jetzt sind unsere Trainings gut strukturiert und wir machen auch immer wieder neue Übungen.

Melanie: Die Tandem Young Coach-Ausbildung war wirklich eine schöne Erfahrung für mich, bei der ich Neues dazulernen konnte. Balz ist zum Beispiel ein sehr geduldiger Mensch. Durch ihn lernte ich auch etwas geduldiger zu sein. Von einem anderen Tandem nehme ich ihre Spontanität mit. Sie sind humorvoll, munter und offen – das hatte mir ein bisschen gefehlt. Dieses Gefühl von «Zusammen schaffen wir das!» begleitete mich auch nach der Ausbildung.

Balz: Im Allgemeinen denke ich, dass das Besondere am Fussball für Menschen mit einer Behinderung ist, dass man mehr auf das Individuum eingehen muss. Man muss sich mehr Gedanken darüber machen, wie Übungen niveaugerecht durchgeführt werden können. Das bedeutet, zu schauen, dass sie nicht zu schwierig sind, sondern machbar für alle. Niemand sollte sich überfordert fühlen, und falls doch, sollte die Übung angepasst werden.

Melanie: Da ist das BÄLLE-Prinzip, welches wir in der Tandem Young Coach-Ausbildung gelernt haben, wirklich eine grosse Hilfe. Es ist eine methodologische Richtlinie, die es einfacher macht, Übungen an das vorherrschende Niveau der Teammitglieder auszurichten. Zum Beispiel kann man den Raum, den die Übung benötigt, anpassen oder die Geschwindigkeit, mit der eine Übung durchgeführt wird, verändern. Man kann sich diese Methode einfach merken und direkt auf dem Platz anwenden, um eine Übung oder ein Spiel entweder schwerer oder leichter zu machen. Somit können Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen mitspielen. Ausserdem lässt es einen sehr flexibel sein: Man kann sich schnell auf neue Orte oder Begebenheiten einstellen und ruhig und spontan die geplanten Übungen an die herrschende Situation anpassen.

Balz: Nach der Ausbildung wieder beim Special Youth Camp als Trainer-Tandem mitzumachen, war eine bereichernde Erfahrung. Es war gut, nochmal selbständig Trainings zu leiten und dazu neues Feedback von den Instruktoren zu bekommen. Zu sehen, wie die Instruktoren Trainings leiten, war super. Wenn man vorher schon selbst Trainings geführt hat, fallen einem neue Dinge nochmals schneller auf. Zum Beispiel habe ich meine Art, eine Übung zu erklären, angepasst, als ein Instruktor die Übung verständlicher als ich vermittelt hat.

Melanie: Ich habe es ausserdem sehr geschätzt, dass wir Tandems mehr Mitsprachrecht hatten, als in den vergangenen Jahren beim Special Youth Camp. So konnten wir uns mit unseren eigenen Ideen einbringen und noch mehr Verantwortung übernehmen. Zum Beispiel haben wir eine campeigene Europameisterschaft durchgeführt, bei der jedes Team ein anderes Land repräsentiert hat.

Balz: Meiner Meinung nach ist das das Schöne am Inklusionsfussball oder am Teamsport generell: Es kommen lauter unterschiedliche Menschen zusammen und alle bringen etwas Eigenes mit sich. Allen gerecht zu werden ist eine der grössten Herausforderungen als Coach, aber genau das gelang vielen Tandems gut. Viele schaffen es durch ihre einzigartige Art einen individuellen Zugang zu finden und arbeiten mit allen Teammitgliedern persönlich und nehmen die Menschen mit. Das ist auch etwas, was ich in Zukunft weiterverfolgen will.

Quick Facts
  • Tandem Young Coach Education 2025
  • DreamTeam FC Basel 1893
  • Schweiz
  • 20 Profitierende Kinder und Erwachsene