Daniela Karolina studiert Psychologie und lebt in Santo Domingo, wo sie sich ehrenamtlich engagiert und mit benachteiligten Kindern ihrer Gemeinschaft arbeitet, die täglich Kriminalität, Vernachlässigung und unsicheren Lebensumständen ausgesetzt sind. Durch die Young Coach-Ausbildung hat sie den Fussball als kraftvolles Mittel entdeckt, mit dem wichtige Werte vermittelt und Selbstvertrauen aufgebaut werden kann. Dies motivierte sie dazu, sich auf Sportpsychologie zu spezialisieren, um junge Spieler:innen in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
MeineGeschichteDanielaKarolina
Meine Geschichte
Ich heisse Daniela Karolina und komme ursprünglich aus Salcedo. Momentan lebe ich mit meiner Mutter und meiner kleinen Schwester in Santo Domingo und studiere Psychologie. Das war zu Beginn meines Studiums nicht meine erste Wahl, denn damals schwebte mir ein anderer Karrierewunsch vor. Aufgrund meiner finanziellen Situation war dies jedoch der einzige mögliche Weg. Im Laufe der Zeit zweifelte ich immer wieder an meiner Entscheidung, was Fragen aufwarf wie: «Warum habe ich das gemacht? Mag ich es hier zu sein?» Die Arbeit in einem Büro gefiel mir nicht, denn ich wollte mit Menschen zusammenarbeiten, insbesondere mit Kindern.
Nach dem Umzug nach Santo Domingo, begann ich mich ehrenamtlich zu engagieren und mit benachteiligten Kindern unserer Gemeinschaft zu arbeiten, die täglich mit Kriminalität, Vernachlässigung und unsicheren Lebensumständen konfrontiert sind. Durch meine Freiwilligenarbeit erfuhr ich von der Young Coach-Ausbildung. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob das der richtige Platz für mich sei, da ich noch nie jemandem Fussballspielen beigebracht habe. Doch schon bald wurde mir klar, dass es nicht wichtig ist, ob ich eine professionelle Fussballerin bin oder nicht. Viel wichtiger ist es, den Sport dafür zu nutzen, eine Beziehung zu den Kindern aufzubauen und ihnen Werte zu vermitteln. Fussball ist zu einer praktischen Anwendung meines Psychologiestudiums geworden – ich kann mit Kindern arbeiten, sie verstehen, lernen und ihnen dabei helfen, sich sozial und emotional zu entwickeln. Beispielsweise hatten wir Freiwilligen vor der Ausbildung Schwierigkeiten, den Kindern eine Aktivität anzubieten. Nun aber folgen die Älteren dem Vorbild der von mir ausgebildeten Peer Young Coaches und zeigen den Jüngeren neue Spiele. Als Trainerin ist das sehr erfüllend, sie so proaktiv und einfallsreich zu erleben.
Die Ausbildung hat mir die Anwendung von Bildungsspielen beigebracht, was bedeutet, technische Fähigkeiten mit pädagogischen Werten zu verbinden. Sie hat mir ausserdem gezeigt, wie ich Kindern sowie weiteren Freiwilligen ein Vorbild sein kann. Mein persönlicher sportlicher Hintergrund ist, dass ich als kleines Mädchen auf nationalem Niveau Schach gespielt habe. Damals hätte es mir sehr viel bedeutet, wenn ein Lehrer auf mich zugekommen wäre und mich ermutigt hätte mit: «Hey, du schaffst das!». Aber erst jetzt, mit der Ausbildung, habe ich begonnen, wirklich an mich zu glauben und Selbstvertrauen zu entwickeln. Ich möchte den Kindern die Unterstützung bieten, die ich mir damals gewünscht hätte, und sie ermutigen, an sich zu glauben und ihre Ziele zu verfolgen.
Zukünftig würde ich mich gerne auf Sportpsychologie spezialisieren, da ich darin einen Weg sehe, mein Studium mit meiner Leidenschaft, Kindern zu helfen, zu verbinden. Wenn du mich fragen würdest, was Fussball für mich bedeutet, würde ich sagen: Chancen, Inspiration und Selbstbestimmung. Fussball kann das Beste in jungen Menschen zum Vorschein bringen. Diese Momente, Kinder beim Wachsen und Lernen zuzusehen, sind meiner Meinung nach besonders wertvoll.
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