Deysi lebt in Orellana, in der Amazonasregion Ecuadors. Trotz der Herausforderungen, ihre zwei Töchter allein großzuziehen, wollte sie die besonders gefährdeten Kinder in ihrer Nachbarschaft unterstützen. Heute organisiert sie inklusive Fußballtrainings für Jungen, Mädchen und junge Menschen mit Behinderungen und nutzt den Sport, um Werte wie Respekt und Empathie zu vermitteln.
MeineGeschichteDeysi
Meine Geschichte
Mein Name ist Deysi, ich bin 31 Jahre alt und komme aus Orellana, in der Amazonasregion Ecuadors. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern in einem Regierungswohnhaus. Mein Leben war bisher nicht einfach. Zwei Kinder allein großzuziehen ist eine große Herausforderung. Ich musste sowohl Mutter als auch Vater sein , so wie meine Mutter es mit mir getan hat, als sie mich allein großgezogen hat.
Es ist auch nicht leicht, weil es im Osten Ecuadors schwer ist, Arbeit zu finden. Kriminalität ist weit verbreitet, und viele gefährliche Situationen passieren täglich. Deshalb suche ich immer Wege, arbeite hart, um die Ausgaben meiner Töchter zu decken. Oft musste ich sogar auf meine eigenen Mahlzeiten verzichten, damit sie essen konnten.
Ich habe mich um ein Regierungswohnhaus beworben, und zum Glück habe ich es bekommen. Mit dem Haus wurde das Leben für meine Töchter und mich ein wenig leichter. Dort habe ich gesehen, dass viele Menschen sehr harte Zeiten durchmachen, oft noch schwerer als meine eigene Situation. Manche Kinder haben den ganzen Tag über nichts zu essen – kleine Kinder oder Kinder mit Behinderungen.
Dann habe ich bemerkt, dass es auch Kinder gibt, die Sport mögen, die gerne Fußball spielen, die aktiv sein möchten. Das hat mich motiviert, alle zwei Wochen inklusive Fußballtrainings zu organisieren. Ich arbeite mit Jungen und Mädchen, mit Jugendlichen, mit und ohne Behinderungen.
Ich habe an der Young Coach-Ausbildung teilgenommen, weil ich den Bedarf in meiner Gemeinschaft gesehen habe und weil sie mir Türen öffnen kann, um weiterhin gefährdete Kinder in meiner Nachbarschaft zu unterstützen. Nach dem ersten Modul habe ich die Trainingsspiele, die ich gelernt habe, nachgestellt – und die Kinder waren begeistert, sie wollten mehr davon. Sie hatten Spaß und genossen, was ich umsetzen konnte.
Früher dachten sie, Fußball sei einfach nur Fußball. Heute lehre ich sie, dass Fußball mit Werten gespielt werden muss – mit Respekt, Empathie und Rücksichtnahme auf andere, zum Beispiel auf Menschen in meiner Gemeinschaft mit Behinderungen. Fußball bedeutet Respekt, Empathie und Liebe, denn man muss viel Liebe in den Fußball und in die Menschen, mit denen man spielt, investieren. Das bedeutet sehr viel – für mich und für die Kinder. Fußball hat meine Sicht auf die Welt verändert. Fußball ist Frieden, nicht Gewalt. Und genau das bleibt bei den Kindern hängen.
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